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alex

Dezember 2003/Januar 2004

Systembeschreibung

Änderungen

Wir wollen das Notebook zusätzlich mit Debian Linux Woody einrichten. Die meiste Zeit verbraten wir aber dann damit, seine sehr eigenartig partitionierte Festplatte zu bändigen. $Eigentümer meint, eine fehlgeschlagene Red-Hat-Installation habe ihm die so zerschossen, besteht aber darauf, die Gesamtinstallation beizubehalten. Ich bin eher für eine komplette Neupartitionierung, aber er will nicht. Also dauert es halt länger.

Später am Tag befassen wir uns nochmals mit der Debian-Installation bzw. mit der Frage, wie wir das vorher installierte SuSE-Linux auch wieder booten können. lilo hatte nämlich diese Bootpartition aus uns unbekannten Gründen nicht mit eingebunden. Das Problem löst schließlich ein lilo-erfahrener Mensch, der grade greifbar ist.

Einen Tag später versuchen wir uns am Kernelbau. menuconfig für den 2.4er-Kernel hat eine Menge Neuerungen, da muß ich selbst oft erst mal die Hilfe lesen, um zu wissen, ob eine Option für das Gerät sinnvoll ist oder nicht. Als wir schließlich durch sind, gibt es ganz zum Schluß des Compilerlaufs einen Fehler, und ich bin zu müde, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Nach einer Pause versuchen wir uns nochmal dran. Der Compile läuft problemlos durch, aber danach haben wir entweder eine 4fache bunte, unlesbare Textconsole oder eine, die nur schwarz/schwarz kennt. Eingaben werden akzeptiert und ausgeführt, aber arbeiten kann man so natürlich nicht. Ein neuer Versuch bringt uns dann den zweiten „blinden” Kernel, also Textconsole ohne Anzeige. Ich rate zu einer Neuinstallation, mir fällt nichts mehr ein. OK, ich geb's zu, ich hätte den ersten Kernel, den Woody mitgebracht hat, über die /etc/lilo.conf sichern sollen ...

Ab jetzt auf Distanz (Telefon und IRC)

$Eigentümer ruft an: Sein Notebook sagt nix mehr. Nach dem Einschalten geht nur die Plattenlampe an, der Bildschirm bleibt dunkel, und er piepst nicht mal. In der folgenden Stunde haben wir mehrere Telefonate deswegen, aber ich kann ihm nichts weiter sagen, als daß er damit wohl zur Werkstatt muß. Wir vermuten, daß sich die CD mit dem Kernel-Source, die ich ihm gebrannt hatte, während des Transports im Laufwerk verkeilt hat.

Die CD kann $Eigentümer später rausbasteln; das Boot-Verhalten ändert sich jedoch nicht. Notebook wandert in die Werkstatt.

Eine Woche nach dem Einsenden des Notebooks kommt es zurück: Die CPU saß locker. Deshalb hatten wir auch die ganze Zeit über ein heftiges Hitzeproblem mit der Kiste, das wir dadurch umgangen hatten, daß wir CD-Schachteln druntergelegt hatten, um dem Lüfter mehr Luft zu verschaffen.

Telefonsession am nächsten folgenden Sonntag (für irgendwas muß XXL ja gut sein ...)

Drei Stunden Telefonat mit dem Eigentümer, um sein Debian-System zu reparieren. Nachdem eine Kernel-Rekonfiguration schief geht, lasse ich ihn neu installieren. Dabei zerhaut es dann irgendwie den MBR. $Eigentümer steht am Rande einer kernel panic, weil die Kiste nun überhaupt nicht mehr booten will, zunächst mal auch von der DVD nicht. Dann geht das auf einmal wieder, und eine zweite Neuinstallation funktioniert erst mal einwandfrei. Session-Unterbrechung zur Nerven-Erholung.

Am selben Abend probieren wir nochmal fast zwei Stunden lang dran herum. Ohne Erfolg, am Ende ist die Debian-Installation wieder kaputt. menuconfig will nicht, weil angeblich ncurses fehlt, obwohl die libncurses5 eindeutig installiert ist. Es fehlt wohl die libncurses5-dev, die er als „broken package” anzeigt. Ich lasse $Eigentümer die beiden Pakete von einer vorhandenen Knoppix kopieren, aber die Installation schlägt fehl. Danach geht gar nichts mehr, vom vi bis zum shutdown. Installation tot. Feierabend für den Tag.