seefunk (Medion MED MT162)

Systembeschreibung

CPU Intel Pentium 4/Xeon, 2,66 GHz, Socket mPGA478B
Mainboard Medion MD5000 Ver.1
Chipset SiS 963
BIOS PhoenixBIOS D686 von 1998
RAM 1 x Medion 512 MB DDR PC333
1 x Samsung M368L3223DTL-CB3, 256 MB DDR, 167/333 MHz PC2700
Schnittstellen extern 1 x parallel, 1 x seriell, 2 x USB, 2 x PS/2, 1 x RJ45, SPDIF in/out, 5 x Sound, 1 x Firewire, 1 x Mini-Firewire
Nach vorn herausgeführt: Gameport, 3 x Sound, Composite, S-Video, 3 x USB, 1 x Firewire, Leser für SD/MMC, CompactFlash, Smart Media und Memory Stick
Schnittstellen intern 1 x AGP 8X, 2 x PCI, 1 x MSI proprietär (optisch ähnlich ISA), 2 x IDE, 1 x FDD
Grafik MGI G4+MILN/16/IB2
zuerst: GeForce4-8X Ti4200 Ver.1.0 (2 x VGA, 1 x S-Out, 1 x AV-Out)
anfangs zum Testen: Asus N7600G Silent
FDD keine
HDD hda: Maxtor 91360U4, 13 GB IDE
sda: Samsung HD501LJ, 500 GB SATA
CD/DVD CD-Rom Pan-International Industrial Corp. 482D, 48-fach, IDE
(zuerst: Samsung DVD Master 12E Model SD-612)
Brenner Sony CD-R/RW Model No. CRX210E1
Netzwerk SiS900 PCI Fast Ethernet OnBoard
Sound SiS SI7012, Realtek ALC650E, AC'97, OnBoard (disabled)
ab 2010-03-06: Soundblaster Live! CT4830, Emu10K1, PCI
TV-Karte Medion TV-Tuner 7134 = Philips Semiconductors SAA7134/SAA7135HL Video Broadcast Decoder (rev 91)
Netzteil FSP Group FSP250-60MDN-120

Der Komplett-PC stammt aus dem Düsseldorfer Tauschring und wurde etwa 2002 gekauft. Die Vorbesitzerin hat nur die Festplatte ausgebaut, weil sie diese selbst weiterverwenden möchte. Das DVD-Rom-Laufwerk ist allerdings nach der unpassenden Farbe seiner Frontblende zu schließen erst nachträglich eingebaut worden. Der CD-Brenner hat zwar eine passende Frontblende, muß aber wegen der Schrauben um etwa einen halben Zentimeter tiefer ins Gehäuse geschoben werden und schließt daher nicht mit der Gehäusefront ab. Daher vermute ich, daß er auch nicht von Anfang an dazugehörte.

11. November 2009

Überraschendes Innenleben

Die TV-Karte ist für mich eine Überraschung, die war mir zunächst gar nicht aufgefallen. Die Grafikkarte ist mir eigentlich zu fett, aber da ich nicht gerade in AGP-8X-Grafikkarten schwimme, lasse ich sie mal drin bzw. baue sie nach der Reinigung insbesondere des Lüfters wieder ein. Ob bzw. eher wie ich mit nur einem PCI-Slot auskomme (der obere wird vom Grafikkartenlüfter verdeckt), muß ich auch erst noch sehen.

Den Slot, in welchem die TV-Karte steckt, hatte ich erst für ISA gehalten (was ungewöhnlich wäre auf einem Board, das andererseits einen 8fach-AGP hat). Tante Google klärt mich aber darüber auf, daß es sich hier um eine proprietäre Schnittstelle handelt, die Karte also auf diesem Board bleiben muß. Das stört mich im konkreten Fall zwar nicht, ist aber schon ein bißchen doof, wenn ich mal umsortieren will.

Die Halterungskonstruktion des extrem hochgebauten Lüfters auf dem Kühlkörper und des Kühlkörpers selbst ist natürlich mal wieder was ganz eigenes. Wäre doch sonst zu einfach. Schließlich stellt sich heraus, daß der Lüfter mit seinem hohlen „Podest“ ohne Befestigungsteile einfach auf den Kühlkörper geklemmt wird. So kann ich Lüfter und Kühlkörper reinigen. Auch den Kühlkörper selbst bekomme ich ab, aber wegen der verbliebenen Wärmeleitpaste kann ich den Prozessortyp erstmal nicht ablesen.

Den zweiten RAM-Riegel von Samsung nehme ich erstmal heraus, weil nicht abzulesen ist, ob der die gleiche Geschwindigkeit wie der Medion-Riegel hat. Außerdem muß man zum Einbauen eines RAM-Riegels die Grafikkarte wieder rausnehmen. Den Samsung hatte ich herausgezogen, um seine Kapazität herauszufinden, aber wie bei vielen Speicherriegeln steht die mal wieder nicht drauf.

Bei den Laufwerken überlege ich, auf Dauer den CD-Brenner durch meinen einzigen DVD-Brenner zu ersetzen und für das DVD-Rom ein CD-Rom mit kompletten Audio-Bedien-Elementen einzubauen. Aber erst soll das Ganze mal prinzipiell laufen.

Vor dem Anschließen das Netzteil aufzumachen, war eine gute Idee. Es ist innen übermäßig verstaubt, aber zum Glück ist nichts verklebt wie bei dem Raucher-Netzteil des mini vor anderthalb Jahren.


12. November 2009

Ich verbaue noch die Maxtor als Systemplatte, die erscheint mir erstmal groß genug; Daten möchte ich dann ja auf einer großen SATA-Platte ablegen. Die kommt aber erst mitsamt Controller ins System, wenn überhaupt mal alles läuft.

Beim ersten Einschalten läuft zwar schön alles an, aber der Monitor (alter Testmonitor, 800x600) an VGA1 bekommt kein Bild, und die Tastatur (Compaq) zeigt keine Reaktion auf NumLock. Es gibt auch keine Pieptöne. Immerhin: Das System ist in diesem Aufbau recht leise.

Sehr seltsam. Der Monitor bekommt auf beiden VGA-Anschlüssen zwar offenbar Signale, denn die Röhre reagiert kurz hörbar beim Einschalten des Rechners; aber er zeigt an beiden kein Bild. Jetzt kann ich wohl anfangen, zu suchen.


13. November 2009

Jetzt mit Bild

Medion-PC

Ich schraube die Grafikkarte aus dem Rohbau der seerose-P4 und setze sie hier ein. Damit bekomme ich sofort ein Bild.

Reboot mit Debian Lenny CD1, aber schon früh im Installationsvorgang kann die CD angeblich nicht sauber gelesen werden. Ich rufe erst einmal die Shell auf, um die Daten von Netzwerk und Sound zu erfahren, und versuche es dann nochmal. Zunächst scheint es zu gehen, aber dann gibt es wieder einen Lesefehler.

Also ziehe ich das aktuelle Image der ersten CD von Debian Lenny (5.0.3) und brenne es frisch, aber damit passiert dasselbe. Damit liegt das Problem offenbar nicht an der CD.

Ich ersetze das DVD-Rom-Laufwerk gegen ein 48fach-CD-Rom aus meinem Hardware-Lager. Das sieht doch gleich ganz anders aus: Die CD bootet nicht nur durch, sondern ist gleich mal deutlich schneller. Und Lesefehler gibt's auch keine mehr. Die Installation läuft sauber durch. Ich partitioniere auf /boot, swap und /, mehr ist nicht nötig.

Nach dem ersten Booten ins neu installierte System logge ich mich als root ein und will gewohnheitsmäßig als erstes mc und joe nachinstallieren. Währenddessen verliert das System aber mal so nebenbei den IRQ14 für IDE0, also sowohl für die Festplatte als auch für das CD-Rom. Nanü? Jedenfalls erstmal Reboot.

Auch danach wird nochmal fast der IRQ14 verloren, aber diesmal fängt sich das System wieder. Da muß ich wohl erstmal weiter beobachten, um zu sehen, ob das an einem der Laufwerke oder am IDE selbst liegt. Nach dem Deaktivieren der CD als Paketquelle fahre ich ein Update, bei dem insbesondere der Kernel aktualisiert wird; da gab es letztens einen Root Exploit. Auch währenddessen gibt es immer wieder Probleme mit dem IRQ, aber die Installationen laufen durch.

Nach der Installation der grundlegenden Soundprogramme ziehe ich NX von NoMachine, denn auf Dauer soll die Geschichte ja von remote gesteuert laufen und regulär gar kein Monitor dranhängen.

audacious kann ich von der seerose aus mit nxclient ansteuern, und ich bekomme auch Ton, aber mit dem Mikrofon-Eingang mag er irgendwie gar nicht reden.


14. November 2009

Vorbereitung zum Streamen

Ich ziehe die superaktuelle Version 0.20 von darkice (vor drei Tagen veröffentlicht) und installiere die nötige Software zum Compilieren desselben. gcc, g++, libasound2-dev, liblame-dev (von debian-multimedia.org) und make. Bei der Gelegenheit stelle ich fest, daß der IDE0 jetzt stabil zu sein scheint; es kommen keine Meldungen über den verlorengegangen IRQ14 mehr.

Während ich die Installation von mpd und ampache laufen lasse (da kommt doch einiges über die Leitung), suche ich den PCI-SATA-Controller. Der steckt dann nicht, wie ich dachte, noch im alten seefunk-Gehäuse, sondern war bereits im Hardware-Lager gelandet, ohne dort inventarisiert zu sein. Beim Graben in einem der beiden Kartons mit den Steckkarten finde ich außerdem eine Grafikkarte, die deutlich geringere Ressourcen hat als die große Asus, nämlich eine MGI ohne Lüfter und mit nur 64 MB RAM. Die sollte für diesen hier reichen.

Wenn ich schon grade die Grafikkarte tausche, kann ich mir auch nochmal die RAM-Riegel ansehen. Der Samsung-Riegel hat nur 256 MB, aber wohl auch 333 MHz. Einen weiteren DDR-RAM-Riegel mit 512 MB besitze ich derzeit nicht, und man kann auch nur zwei Riegel stecken. Damit bekommt er erstmal insgesamt 768 MB. Das Reinfummeln des Riegels ist allerdings wegen der Enge im Gehäuse gar nicht so einfach, ich brauche dafür drei Anläufe.

Nächster Schritt: Einbau des SATA-Controllers. Angenehmerweise habe ich mit der jetzt eingebauten Grafikkarte doch beide PCI-Slots zur Verfügung, und ich nehme für SATA den oberen. Beim Anschluß der dazugehörigen Festplatte stelle ich fest, daß das IDE-Kabel zur Systemplatte völlig verknautscht da drin steckt. Das könnte ein Grund für die IRQ-Ausfälle gewesen sein. Ich ziehe das Kabel aus seinem Slot und sortiere es so ein, daß es einigermaßen gerade läuft.

Beim Einschalten gibt es keine Probleme, auch die SATA-Platte am Controller wird sofort erkannt. Ich richte via nx darksnow ein, mounte die große Platte und starte audacious. Nur zum Starten des aumix ist noch ein

modprobe snd-pcm-oss

nötig. Das scheint der sich auch nicht über einen Reboot hinaus zu merken. Streamen geht sofort, die interne Soundkarte ist also vollduplexfähig. Der Klang läßt allerdings wohl ein wenig zu wünschen übrig. Interessant ist die CPU-Belastung: Bei 64 kBit/s benötigt darkice zwischen 10 und 11 %, bei 128 kBit/s zwischen 11 und 16 % CPU-Leistung. Damit kann ich in Zukunft ganz problemlos mit 128 kBit/s streamen; seerose (Athlon) schafft die größere Bitrate nicht, ohne einzubrechen.


15. November 2009

Ampache und die Datenbanken

Ich verbinde mich von seerose aus übers LAN mit dem ampache, und der möchte mir jetzt helfen, eine MySQL-Datenbank anzulegen. Also gut. Allerdings findet ampache immer wieder neue Gründe dafür, die Datenbank nicht anlegen zu können; und wenn er sie anlegen kann (nur mit mysql-user root, was ich nicht optimal finde), kann er sie danach nicht benutzen.

OK, manchmal ist es sinnvoll, das Handbuch oder sowas zu lesen. Damit komme ich weiter.


18. November 2009

Weg mit Ampache

Viel weiter war ich nicht gekommen. Ampache ist für den vorgesehenen Zweck eindeutlich zu bloatig. Damit fliegt ampache erstmal wieder runter.

Allerdings geht das nicht so einfach restlos. apache2 ist dabei das witzigste: apt-get remove apache2 behauptet, das Paket sei gar nicht installiert, allerdings gibt es sehr wohl /usr/sbin/apache2. Es stellt sicht dann heraus, daß zwar nicht das Meta-Paket apache2, sehr wohl aber noch das Paket apache2-mpm-prefork installiert ist. Ich deinstalliere das dann auch, installiere apache2 wieder neu – aber er will nicht arbeiten. Noch eine Deinstallation, diesmal umfangreicher, und Neuinstallation – diesmal fehlen die apache2-eigenen Module. Nun gut. Ich hätte vielleicht wissen müssen, daß ein purge hier für die Deinstallation doch angebrachter gewesen wäre als remove.

Den Apachen will ich für ein kleines PHP-Script namens PocketMP installieren. PocketMP erlaubt mir dann allerdings absolut nicht, den MPD zu aktivieren. Er sagt mir nur mit konsequenter Boshaftigkeit: Stopped. Nun gut, wenn Du nicht willst, guck ich mal weiter …

Der nächste Kandidat, wieder eine recht einfache PHP-Sache, nennt sich fookebox. Hier komme ich schon deutlich weiter, vor allem, nachdem ich dem MPD erklärt habe, daß er sich aus meinem Musikbestand bitteschön seine Datenbank aufbauen soll. Allerdings zeigt mir fookebox seine Startseite grundsätzlich ohne CSS, und wenn ich auf einen Link klicke, werden alle Links als visited markiert – und ich bleibe auf der Startseite, es öffnet sich nichts Neues. Ich spiele mit diversen Rechten und Umleitungen herum, aber es ändert sich nichts. Offenbar kann fookebox nicht oder nicht richtig auf sein Default-Theme zugreifen. Und Musik spielt er auch nicht.


22. November 2009

Auf der Suche nach den Klängen

Auf eBay habe ich mir zwei Soundblaster-Karten geschossen, von denen eine bereits angekommen ist. Die baue ich ein und schalte beim Booten im BIOS den Onboard-Sound aus. Der Versuch, die Leitung, mit der die Onboard-Karte an die Frontblende mit den Soundausgängen geklemmt ist, an die Soundkarte zu stecken, schlägt fehl, weil der 8polige Anschluß am Kabel zweireihig angeordnet ist, an der Karte jedoch einreihig. Standards und so …

Die Karte wird aber eindeutig beim Booten nicht erkannt. Sie taucht nirgendwo in dmesg auf, und selbst wenn ich das passende Kernelmodul (snd-ca0106) nachlade, passiert nichts. Sollte die etwa defekt sein?


23. Dezember 2009

One step back

Ich nehme die CA0106-Karte wieder raus. Selbst wenn sie nicht defekt sein sollte, dürfte ich damit nicht viel Freude haben. Denn mit einer anderen Soundblaster mit demselben Chip hatte ich ja schon festgestellt, daß CA0106 unter Linux keinen Spaß macht. Stattdessen nehme ich die interne Soundkarte wieder in Betrieb, denn die zweite Soundblaster, die via eBay kommen sollte und die einen Emu10K1-Chip hat, war nicht angekommen.


24. Dezember 2009

Irgendwas muß beim Umbau mit dem Sound schiefgelaufen sein. Die interne Karte spielt zwar etwas ab (audacious), aber es ist nichts zu hören.

Ich öffne die Kiste nochmal und verbinde die Soundkarte wieder mit dem FrontPanel. Dafür muß ich die TV-Karte kurz rausnehmen, denn der Anschluß sitzt dahinter. Beim Wieder-Reinstecken der TV-Karte springt plötzlich der PC an. Hups – ich hätte wohl doch gleich den Strom abziehen sollen. ;-) Ergebnis nach Zusammenschrauben und Reboot: Die SATA-Platte wird nicht mehr erkannt.

OK, der Stecker war mir wohl beim Basteln rausgerutscht. Interessanterweise kann ich nach dem Reboot nicht nur sofort die SATA-Platte wieder mounten, sondern habe auch Sound – übers FrontPanel. Möglicherweise funktionieren die hinteren Ausgänge der Soundkarte nicht mehr oder wurden irgendwie abgeklemmt. Jedenfalls sollte der PC jetzt erstmal wieder einsatzfähig sein, wenn auch mit dem bekannten nicht so optimalen Klang.


3. März 2010

Neuer Anlauf

Mit einer Kiste gemischter Hardware erstehe ich über eBay auch eine Soundblaster Live! CT4830. Ich baue sie ein und deaktiviere im BIOS wieder die Onboard-Karte. Beim ersten Booten wird nicht nur die Soundkarte nicht erkannt; ALSA meldet sich überhaupt nicht im Bootlog. Der alsamixer sieht sie allerdings trotzdem. Er meldet eine SB Live! Value CT4832 mit dem Chip TriTech TR28602. Auf der Karte steht aber eindeutig Emu10K1.

Ich schließe ein Paar PC-Boxen an, aus denen ein regelmäßiges Summen ertönt. Kontakt ist also schonmal da. Ich verbinde mich über NX und stelle fest, daß die SATA-Platte nicht erkannt wird. Da ist die Musik drauf, die ich zum Testen brauche. Nach Ausschalten: Der SATA-Stecker an der Platte hing nur halb im Slot, klar, daß sie nicht gefunden wird.

Nächstes Problem: Die Karte spielt zwar, aber aumix will nicht aufgehen. Möglicherweise liegt das ja an dem Hardware-Mixer auf der Karte. Ich mache also den ersten Streamversuch allein mit dem alsamixer, denn der spricht ja an.

Auch nach einer guten Stunde Herumprobieren im alsamixer und mit den Einstellungen in audacious finde ich keinen Weg, mehr als nur das Mikrofon rauszustreamen. Musik wird lokal abgespielt, ich höre sie im Kopfhörer zusammen mit dem Mikrofon, aber von außen hört man die Musik nicht mit.

Reboot. Dann erstmal updaten; mir fällt ein, daß es seit der letzten Inbetriebnahme mindestens mal zwei Kernel-Updates gegeben hat. Hilft aber nix, es kommt immer noch keine Musik durch. lsmod zeigt mir die Treiber für mindestens noch eine weitere Soundkarte an, das gehört aber wohl zur TV-Karte. Allerdings erkläre ich alsa-base bei der Gelegenheit, daß es auch snd-mixer laden soll. Reboot. Ergebnis: Immer noch kein Mixer-Device, auf dem aumix aufsetzen könnte.

Noch ein Reboot. In einem Forumseintrag fand ich den Hinweis, daß man die BIOS-Option „PNP aware OS“ (oder ähnlich) sowie außer dem Onboard-Sound auch Onboard-Midi abschalten solle. Aber auch das ändert nichts: Ich bekomme kein Mixer-Device. Generell geht man in den wenigen Einträgen zum Thema aber davon aus, daß man aumix mit dieser Karte benutzen kann.

Via Google fliegt die Information vorbei, daß ich aumix als root starten sollte. Die Fehlermeldung, die ich damit bekomme, hat was:

aumix: error opening mixer: Success

Das bringt mich auf den Verdacht, daß ich als User vielleicht zu wenig Rechte haben könnte. Der User ist allerdings in der Gruppe audio, und welche Gruppenrechte fehlen könnten, kann ich auch nicht ersehen.

Ein anderer Hinweis bringt mich darauf, mal noch das Kernelmodul snd-pcm-oss nachzuladen. Und siehe da: Ich bekomme einen aumix. Auf den Stream kann ich jetzt allerdings immer noch keine Musik senden. Sobald ich REC für PCM einschalte, wird die Musik zu einem modem-ähnlichen Pfeifen, oder, wie NeuroGrapher meinte: Tinnitus Modemialis.

Wieder probiere ich einiges im alsamixer aus, aber es verändert sich nur das Quietschen an sich, nicht die Tatsache, daß es quietscht. Ich tippe jetzt auf ein IRQ-Problem. Aber ein cat /proc/interrupts sagt mir, daß die Karte alleine auf IRQ 18 sitzt (während sich die TV-Karte offenbar mit der Netzwerkkarte IRQ 19 teilt).

Ganz zufällig stelle ich fest, daß es eine kurze Unterbrechung in der lokal abgespielten Musik gibt, wenn ich das Mikrofon ausschalte (also direkt am Gerät), nicht im Mixer. Also schalte ich bei abgeschalteten Mikrofon auf REC, aber auch dann kommt das Quietschen.


7. März 2010

Blast!

Nach dem Booten fehlt wieder das Kernelmodul snd-pcm-oss, ich lade manuell nach.

Mir fällt auf, daß sich im aumix der Regler „Phone Out“ nicht von 100 wegbewegen läßt, und vermute erst, daß das die Ursache ist. Also spiele ich nochmal während des laufenden Streams mit einigen Reglern im alsamixer. Mit dem Abschalten von AC97 kommt statt des Quietschens plötzlich Musik aus den Boxen! Dann standen sich da wohl zwei Codecs gegenseitig auf den Füßen. Phone-Out hatte damit allerdings nichts zu tun, das steht immer noch auf 100 und will da nicht weg. Egal, funktioniert jetzt.

Jetzt muß ich nur noch herausfinden, wie ich den Kernel dazu bringe, das PCM-Modul beim Booten gleich mitzuladen. Und dann sollte ich vielleicht gelegentlich noch ermitteln, warum audacious 54 % CPU-Leistung haben will …

Auf einen Blog-Eintrag hin bekomme ich ein paar Hinweise, und am Ende stellt sich heraus, daß es nicht, wie vermutet, ALSA ist, sondern tatsächlich audacious. Genauer: dessen Sample Rate Converter (Abtastfrequenz-Umwandler). Ausgeschaltet, Last wieder normal.


20. März 2010

SATA-Controller, bitte melden!

Der SATA-Controller wird beim Booten einfach nicht mehr gefunden, ergo läßt sich auch die Musikplatte nicht mehr mounten. Jetzt muß ich wohl auch noch einen neuen SATA-Controller besorgen.


3. April 2010

Ach, da isser ja!

Der SATA-Controller ist völlig in Ordnung. Ich hatte nur beim Backen des 2.6.33-Kernels eine Zutat in Form des richtigen Treibers vergessen. Puh … gut, daß ich nochmal nachgesehen habe. Heute hätte ich fast einen neuen SATA-Controller gekauft und hab's mir dann nochmal anders überlegt.

Damit's nicht langweilig wird, meint das System während des Compilerlaufs (make):

hda: dma_timer_expiry: dma status == 0x61

hda: dma timeout error: status=0x58 { DriveReady SeekComplete DataRequest }

ide: failed opcode was: unknown

hda: DMA disabled

hdb: DMA disabled

ide0: reset: success

Hm. Der Kernel ist danach jedenfalls fertig. ;-)

Nach Reboot in denselbigen sind Controller und Platte sofort erreichbar. Die Platte schreit allerdings nach einem dringend nötigen FS-Check. Na gut, kann sie ja haben.


21. April 2010

Kernel oder Platte kaputt?

Unter Kernel 2.6.33 tritt das Phänomen auf, daß ich mich nicht mehr als root einloggen kann. Bei dem Versuch wird ein core ins Homeverzeichnis des Users geschrieben, der root werden will. Außerdem versenken sich alle danach gestarteten Prozesse unverzüglich in Tiefschlaf (Prozeßstatus D oder D+). Das heißt, ich kann weder das System updaten noch es sauber runterfahren, denn selbst der shutdown verliert sich direkt nach dem Aufruf im Tiefschlaf.

Unter dem Distributionskernel wiederum gibt es immer wieder die Plattenfehlermeldung wie am 3. April. Deshalb boote ich das System mit einer Knoppix und prüfe die Platte mit badblocks (ohne schreiben). Dabei werden keine defekten Blöcke gefunden. Also hat die Platte unter dem Distri-Kernel von Debian Lenny ein DMA-Problem.

In dmesg prüfe ich, wie die Laufwerke am IDE hängen. hda und hdb sind belegt, hdb ist das nachträglich eingebaute 48fach-CD-Rom. Das spricht nur UDMA/33, die Platte bekommt UDMA/66, obwohl sie möglicherweise mehr kann. Es könnte also sinnvoll sein, die beiden optischen Laufwerke zusammen auf den zweiten IDE zu klemmen und die Systemplatte allein auf dem ersten IDE laufen zu lassen.

Ich klemme erstmal der Einfachheit halber den Brenner ab und hänge das CD-Rom-Laufwerk an dessen IDE-Kabel – und hoffe, daß die Maxtor ohne Umjumpern mit dem Zustand einverstanden ist. Beim Booten beschwert sich fsck, daß das Filesystem auf /dev/hda1, also der Bootpartition, ein Problem habe. Er bootet aber (nach Eingabe des Root-Paßworts) trotzdem weiter und verweist auf das Logfile des fsck. Ein manuelles fsck.ext3 /boot sagt, es sei alles clean, und auch ein -f bringt kein anderes Ergebnis.

Ein erneuter, genauerer Blick ins fsck-log bringt die Erkenntnis, daß er gar nicht hda1, sondern sda1 untersuchen wollte. Und die hat wohl tatsächlich beim mehrfachen harten Abschalten in den letzten Tagen was abgekriegt, jedenfalls kann ich sie auch mit einem manuellen fsck.ext3 nicht reparieren.

Äh … OK. Beim Umstecken des CD-Laufwerks hat sich mal wieder der SATA-Stecker gelockert. Da muß ich mir wirklich mal was ausdenken, vor allem fällt der mittlerweile wirklich fast von allein aus dem Slot. – Reboot: OK, das war's. Die SATA-Platte ist wieder an Bord.

Nach diesem Sekundärproblem also wieder zum eigentlichen: Auch jetzt bekommt die Systemplatte UDMA/66 zugewiesen, und ich muß wohl mal abwarten, ob mir jetzt nochmal DMA-Fehler geworfen werden. Wenn ja, muß ich da nochmal ran.


25. April 2010

Webcam, bitte melden

Mir ist da so eine Webcam zugeflogen, und ich habe jetzt schon mehrfach gehört, daß der icecast2 auch Video streamen könnte. Dann testen wir das doch mal: Erkannt wird die Cam jedenfalls sofort, und zwar mit dem Chipsatz SN9C102. Hersteller soll Microsoft sein, aber davon steht nichts drauf, und Unterlagen dazu habe ich keine.

Nachdem ich die gspca-Module für den Kernel nachinstalliert und aktiviert habe, bekomme ich beim Anschließen:

usb 3-1: new full speed USB device using ohci_hcd and address 3

usb 3-1: configuration #1 chosen from 1 choice

usb 3-1: SN9C105 PC Camera Controller detected (vid:pid 0x045E:0x00F7)

usb 3-1: No supported image sensor detected for this bridge

gspca: USB GSPCA camera found. SONIX JPEG (sn9c1xx)

gspca: [spca5xx_probe:4275] Camera type JPEG

gspca: [spca5xx_getcapability:1249] maxw 640 maxh 480 minw 160 minh 120

gspca: [gspca_set_isoc_ep:945] ISO EndPoint found 0x81 AlternateSet 8

usb 3-1: New USB device found, idVendor=045e, idProduct=00f7

usb 3-1: New USB device strings: Mfr=0, Product=1, SerialNumber=0

usb 3-1: Product: USB camera

Soweit sind wir uns ja schonmal einig. Allerdings will VLC trotzdem noch nicht mit der Cam sprechen. Wenn ich „Open Capture Device“ anwähle, sagt mir die Konsole:

v4l demuxer error: cannot open device (No such file or directory)

– und das, obwohl ich den Audio-Kram schon abgeschaltet habe.


15. Juli 2010

Versuche mit UltraStar

muzy vom Chaosdorf hat mir leihweise ein Paar SingStar-Mikrofone zur Verfügung gestellt. Dazu installiere ich ultrastar-ng in der default eingestellten gstream-Variante. Der läßt sich auch sofort starten, erzählt mir dann aber auf der Konsole ständig und immer wieder:

ALSA lib pcm.c:7050:(snd_pcm_recover) overrun occured

Die einzigen Hinweise, die zu finden sind, sind in spanisch. Ich lasse mir einen der Texte von Google übersetzen (naja, besser als Babelfish ist das aber auch nicht …). Das einzige, was ich dabei herausfinde, ist, daß man es vielleicht doch besser mit der xine-Variante versucht. Das sieht schon besser aus, allerdings habe ich auch in dieser Version im UltraStar-Fenster keinen Mauspfeil. Das irritiert ein wenig.

Die Mikrofone werden zwar im dmesg erkannt, sind aber im Kopfhörer nicht zu hören. Auch audacity will die Mikros nicht erkennen.


17. Juli 2010

Core dumped

Nach einem Stream fällt mir so ganz nebenbei auf, daß ich immer noch core-files in meinem Home-Verzeichnis stehen habe – und die sind aktuell! Sie passen auf Zeitpunkte, zu denen ich mich mit su zu root gemacht habe. Prozesse schlafen mir allerdings keine mehr ein. Das Problem war also kein (reines) des Kernels 2.6.33. Andererseits habe ich das Problem nur auf dieser Maschine, sonst ist mir das noch nirgends aufgefallen, weder mit Distri-Kerneln noch mit selbstgebauten.


18. Juli 2010

audacious als Übeltäter?

Ein Blick ins /var/log/kern.log zeigt, daß die Coredumps nichts mit su zu tun haben:

audacious[2971]: segfault at b57e6b14 ip b57e6b14 sp b27a7360 error 4 in pcmC0D0p[b5c8a000+1000]

Zeitlich paßt das natürlich: Nach dem Stream audacious beendet, dann nach root gewechselt, um den Rechner runterzufahren. Jetzt muß ich rausfinden, warum audacious das auf diesem System macht – und auf anderen nicht.

Das Programm will mich wohl ärgern. Obwohl die Konstellation dieselbe ist, wirft audacious bei einem Test – öffnen, Musikstück spielen, schließen – diesmal keinen Dump.


26. September 2010

Talking to Orion …

Ich aktiviere meinen Videorecorder Orion VH-2908 HiFi, um erste Versuche mit Video-Digitalisierung anzustellen. Erste Feststellung: Die Anschlußmöglichkeiten am VCR, die am PC und die vorhandenen Kabel und Adapter erlauben derzeit keinen Anschluß. Also muß ich erstmal passende Kabel und Adapter akquirieren.


12. Oktober 2010

Die nötigen Kabel sind mittlerweile vorhanden. Nach einem allgemeinen Update installiere ich den mplayer und den mencoder. Die Konfigurationsdatei für letzteren entnehme ich der manpage und schreibe sie nach /etc/mplayer/mencoder.conf. Dann lege ich eine Videocassette ein, starte die Wiedergabe und danach mencoder tv://. Und siehe da, es wird eine Datei geschrieben, die von Sekunde zu Sekunde mächtig anwächst.

Nach 5 min breche ich ab und schau mir das File mal an. Es ist drauf, was drauf sein soll, so rein optisch. Ton habe ich scheinbar keinen, und das Bild wirkt sehr träge und grobpixelig. Das kann aber auch daran liegen, daß ich via NX gucke. Ich ziehe mir das File also mal auf seerose rüber.

Das ändert nichts: Auch hier ist die Sequenz in relativ grobe Vierecke aufgelöst, so wie ein Bild, das übermäßig vergrößert dargestellt wird. Ein neuer Versuch mit einer geringeren Auflösung (von 768 x 576 nach 576 x 400) bringt keine Änderung. Und der Ton fehlt immer noch.

Im Debianforum finde ich eine Konfiguration, allerdings in der Schreibweise, wie sie direkt an der Konsole aufgerufen wird. Diese übertrage ich in meine mencoder.conf. Nach einigen Fehlermeldungen – die Übertragung geht wohl nicht ganz so direkt – verschiebe ich die Config-Datei und rufe direkt an der Konsole auf:

mencoder -tv norm=PAL:driver=v4l2:width=720:height=576:input=1:fps=25 tv:// -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd -vf pp=lb/ha/va/dr,hqdn3d,harddup -srate 48000 -af lavcresample=48000 -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=1500:vrc_maxrate=8000:vbitrate=7000:keyint=15:acodec=mp2:abitrate=192:aspect=4/3 -o capture.mpg

Ergebnis: Eine schöne Auflösung, ohne Verpixelung, aber eindeutig fehlende Frames, und der mplayer erzählt mir so Sachen wie:

Broken frame at 0xBD480

A: 32.6 V: 12.7 A-V: 19.860 ct: 0.670 314/314 22% 340% 1.7% 192 0

Too many video packets in the buffer: (4096 in 8257215 bytes).

Maybe you are playing a non-interleaved stream/file or the codec failed?

For AVI files, try to force non-interleaved mode with the -ni option.

Und Ton hab ich immer noch keinen. Also nochmal suchen: Oookeee, da fehlte noch eine Kabelverbindung! Gut, daß ich dafür das nötige Kabel habe: 2 x Cinch auf den Mikrofon-Eingang. Dasselbe Kabel verwende ich normalerweise zwischen meinem Verstärker und Line-In, wenn ich Vinyl digitalisieren will.

Nächster Schritt: Es gibt zwischendurch immer noch gedroppte Frames, mal mehr, mal weniger. Ich verstehe noch nicht, warum. Außerdem scheint die Tonqualität nach dem Encoden nicht gerade optimal zu sein; immerhin ist der Ton stereo, wie es sein sollte.

Der Wechsel des Ton-Eingangs von Mic auf Line-In bringt bereits beim Abspielen eine Verbesserung der Tonqualität. Die Wiedergabe bestätigt meinen ersten Eindruck: Das war's. Ab sofort kann die Kiste VHS-Videos in 720 x 576 px mit Stereo-Ton (sofern im Original vorhanden) digitalisieren.

Einen Haken hat die Sache noch: Eine Sekunde MPEG braucht fast 1 MB Plattenplatz. Ein Film von 90 Minuten = 5.400 Sekunden Länge übersteigt damit bereits die Kapazität einer DVD (4,7 GB). Der nächste Schritt besteht also darin, herauszufinden, in welches Format ich die Daten bei gleicher Qualität, aber kleinerer Dateigröße konvertieren kann.

9. April 2012

Plattenprobleme

Mehrfach hatte ich das Problem gehabt, daß ich nach dem Einschalten erstmal nicht per ssh oder NX auf das System einloggen konnte. Zwei bis drei harte Reboots via Netzteil waren jeweils nötig, um ins System zu kommen. Die früher berichteten Coredumps tauchten dabei gelegentlich immer noch auf. Der letzte Verdacht lautete: Systemplatte stirbt. Also habe ich heute nochmal neu gestartet, Login ging sofort. Ich mounte die Backup-Partition der SATA-Platte und fange an, ein paar Dateien zu kopieren. Plötzlich ist die Partition weg. I/O error. Selbst unter /dev ist sie verschwunden.

Also, Kiste aufmachen. Beide Platten sind stabil verbunden, keine Wackler. Die SATA-Platte ist heißer als die IDE-Platte, aber das muß nichts heißen. Nach Reboot ist die SATA-Platte erstmal wieder anwesend, streamen ist möglich.