„Wie, das geht doch gar nicht? Wer soll denn das bezahlen? Und überhaupt: Dann haben wir ja noch viel mehr Faulenzer und Schmarotzer!” sind die meistgehörten Argumente in der Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen.
Ich denke, dass es im Gegenteil bedeutet, Arbeit vom Menschsein zu trennen und die Menschenwürde neu zu definieren — bzw. für viele überhaupt erst wirklich mit Leben zu füllen.
Ja, die Nutzung dieser und die Verantwortung für diese neu zu gewinnende Freiheit müssen erst erlernt werden. Traurig genug, denn eigentlich sollte das in einem demokratischen, freiheitlichen Staat eine Selbstverständlichkeit sein. Und ja, vielleicht wird es Menschen geben, die es nicht mehr lernen (können, wollen, was auch immer). Aber genau deshalb wird es höchste Zeit, dass wir überhaupt erst einmal damit anfangen!
Ich habe hier eine Reihe von Links zusammengestellt, in welchen alle Argumente für ein bedingungsloses Grundeinkommen genannt sind.
- TAZ Online, 09.08.2006: „Konsum ist bessere Geldquelle” — Drogerie-Unternehmer Götz Werner fordert, auf Einkommen- und Unternehmensteuer zu verzichten. Dafür soll die Mehrwertsteuer auf 40 Prozent steigen - und jeder ein Grundeinkommen erhalten
- Telepolis Online, 04.08.2006: Deutschland auf dem Weg zur Kulturgesellschaft? — Hitzewelle, Sommerloch und inoffizieller Sommerschluss-Verkauf: Deutschland im alljährlichen Zustand der Politiklosigkeit? Oder bewegt sich doch etwas im Staate? Ballt sich vielleicht gar irgendwo eine Lawine zusammen, die den gewohnten „Sozialstaat kapitalistischer Ausprägung” hinwegfegen wird? Möglicherweise sogar mit unserer demokratischen Zustimmung?
- Stern Online, Mai 2006: „Das manische Schauen auf Arbeit macht uns alle krank” — Er war mal ein ganz normaler Kapitalist - immer auf der Jagd nach mehr. Dann las er Schiller und Goethe. Jetzt will Götz Werner, Chef der Drogeriekette dm, Revolutionäres: ein Grundeinkommen für alle - von der Wiege bis zur Bahre.
- Daniel Rehbein, 10.02.2006: Götz W. Werner — Am 10. Februar 2006 lud der Dortmunder Universitätsprofessor Dr. Harmut Neuendorf (Universität Dortmund) zu seiner Abschiedvorlesung „Kapitalismus und Kapitalismuskritik” mit anschließender Diskussion um das Konzept „Bedingungsloses Grundeinkommen” ein. Daniel Rehbein war dort und berichtet hier ausführlich über Götz W. Werner und seine Theorie. Am Seitenende gibt es weitere interessante Links zum Thema.
- TAZ Online, 28.01.2006: „Die Leute sollen Sinnvolles tun” — Interview mit Ute Fischer und Sascha Liebermann zum bedingungslosen Grundeinkommen
- Telepolis Online, 28.10.2005: Bedingungsloses Grundeinkommen — Lösung für die Krise der Erwerbsarbeitsgesellschaft?
- brand eins Online 7/2005: Der Lohn der Angst — Automation und Fortschritt, Wissensarbeit und Kapitalismus vernichten Arbeitsplätze. Und das ist gut so. Es geht nämlich auch anders.
- Linksammlung Grundeinkommen

