seeadler (Kommunikationsrechner)

Systembeschreibung

CPU Intel Pentium III (Coppermine), 733 MHz, 16 kB Level-1-I-Cache, 16 kB Level-1-D-Cache, 256 kB Level-2-Cache
Mainboard unbekannt
Chipset Intel 82815 Rev. 02
BIOS unbekannt
RAM 512 MB PC133
Schnittstellen 2 x seriell, 2 x USB, RJ45
Grafik onboard (Intel 82815 CGC)
FDD NEC FD1231T, 3,5" 1,44 MB
HDD hda: Maxtor 30 GB
CD/DVD hdc: Lite-On-It LTN-526S, 52fach
Netzwerk Intel 82801BA/BAM/CA/CAM Ethernet controller (rev 01) onboard

3. März 2010

Neue Aufgaben

Das Ziel: Ein Kommunikationsrechner für klassische ZConnect-Mailbox, Faxversand und eventuell Anrufbeantworterfunktion. Zu dem Zweck soll eine größere Platte ins Gehäuse, dazu eine ISDN-Karte, und es soll mindestens ein Analog-Modem angeklemmt werden.

Beim Öffnen brauchte ich mal wieder externe Hilfe: Der Gehäusedeckel ist sichtlich nicht verschraubt, aber er läßt sich auch nicht nach hinten wegziehen. Zwei Jungs vom Chaosdorf finden heraus, daß man den Deckel nach vorn wegziehen muß. Bei Compaq ist eben alles ein bißchen anders … Nach dem Öffnen ist erstmal entstauben angesagt. Praktischerweise kann man vorn die Laufwerke nach oben wegklappen, sodaß man an alle Bereiche des Mainboards herankommt.

Die Suche nach ISDN-Karten erbringt, daß ich keine PCI-ISDN-Karten habe, nur ISA-Karten. Also erstmal extern weitersuchen.

So nebenbei stellt sich die Frage, wie ich die Platte austauschen soll. Was für ein Vollpfosten hat hier eine Schraube an einer Position eingesetzt, an der man sie nicht mehr lösen kann, weil man mit dem Schraubendreher da gar nicht hinkommt? Der Metallrahmen läßt sich, wie es aussieht, nicht mehr weiter öffnen.


11. März 2010

Ups, da war noch eine …

… Schraube. Zunächst habe ich nette Hinweise von Seraphyn bekommen, nachdem ich das Problem auf meinem Blog erwähnt hatte (Compaq Spezial). Obwohl mir daraufhin das Prinzip klar war, wollte sich die Platte erst immer noch nicht herausziehen lassen. Bis dann jemand diese zweite Schraube entdeckte. Nu isse raus. :-)

Außerdem bekam ich im Chaosdorf gleich zwei PCI-ISDN-Karten, die beide direkt mit ins Gehäuse gehen. Und weil dann noch ein Steckplatz frei ist und das Board keinen Onboard-Sound hat, kommt noch eine ESS Solo-1 1938S dazu. Vielleicht brauche ich das ja später für den Anrufbeantworter.

Durch die drei Karten ist jetzt allerdings weniger Platz für die Flachbandkabel. Ich hoffe, ich habe sie so untergebracht, daß es nicht, wie kürzlich bei seefunk, zu IRQ-Problemen wegen verknicktem IDE-Kabel kommt.

Knoppix 5.1.1 will nicht booten bzw. nach dem Booten sein Filesystem nicht finden. Beim nächsten Reboot beklagt sich das BIOS über einen RAM-Fehler. Ich ziehe und brenne grml 2009.10 und probiere es damit. Das hängt sich allerdings mit einem udev-Problem auf, segmentation fault. Die Maschine läuft noch, die Tastatur reagiert prinzipiell, aber nicht auf Ctrl-Alt-Del. Auf den Power-Knopf reagiert der Rechner nicht. Stecker raus, Stecker rein, einschalten: Wieder Speicherfehler nach 128 MB. Klasse, ich bin begeistert.


17. März 2010

RAM-Wechsel

Wenn wir schon grad dabei sind … ich ziehe die drei vorhandenen RAM-Riegel (128 + 64 + 64 MB, PC100) raus und ersetze sie durch 256 + 128 + 128 MB PC133. Er zählt beim Booten brav die 512 MB hoch, und dann bootet auch die grml 2009.10. Allerdings wirft das CD-Rom mehrfach Buffer I/O error. Die grml war neu gebrannt, also ist es möglich, daß das CD-Rom-Laufwerk einen Schlag hat, oder das Kabel – aber das Kabel sieht gut aus und ist auch nicht verknautscht. Ungeachtet dessen lasse ich erstmal den badblocks über die Festplatte tickern.

Nach 2h14 erfahre ich: Die Platte ist einwandfrei. Wegen der I/O-Fehler beim CD-Rom-Laufwerk tausche ich dieses jedoch erstmal noch aus, bevor es ans Installieren geht. Außerdem dürfte 52fach doch für einige Beschleunigung sorgen.

Einmal Debian, bitte

Der Bootvorgang – jetzt mit der Installations-CD von Debian Lenny – geht erkennbar deutlich schneller (das vorherige Laufwerk hatte nur 32fache Geschwindigkeit). Bei der Installation lege ich mal mutig ein encrypted LVM an. Für die Aufgaben ist es auf jeden Fall angemessen, aber ich bin mir nicht sicher, ob die CPU damit klarkommt. Zwar hat seeloewe (IBM Thinkpad T23) als PIII/800 damit keine Probleme, aber seeadler wird deutlich mehr an Plattenoperationen auszuführen haben.

Nach der Basisinstallation bootet der Rechner wiederum problemlos, und ich schiebe gleich die Upgrades hinterher.


13. Juli 2010

Einbindung ISDN

Da ich länger nicht mehr dran war, kommt erstmal ein großes Upgrade. Dann schau ich mal, was es so an ISDN-Software gibt. Dabei fällt mir isdnlog auf, das zum Testen erstmal ganz praktisch erscheint, zumal ich die Funktionalität sowieso haben möchte. Denn mein Analogtelefon zeigt mir nicht die eingehenden Nummern an oder meine Telefonanlage liefert die Nummer nicht, wie auch immer, aber ich würde sie doch gern sehen.

Allerdings muß ich dazu natürlich eine der ISDN-Karten mit dem NTBA verbinden, aber ich habe kein genügend langes ISDN-Kabel.


1. Oktober 2020

Um für einen anderen PC eine Boot-Diskette zu erstellen, reaktiviere ich seeadler mal kurz. Das System bootet anstandslos. Nach einer Umstellung der Netzwerkkonfiguration kann er auch ins Netz, allerdings ist kein sshd drauf. Also ziehe ich die Datei, aus der die Boot-Diskette erstellt werden soll, direkt aus dem Internet. Allerdings ist das eine zip-Datei, muß also entpackt werden.

Der kleine Haken dabei: Debian Lenny gibt es nur noch in den snapshot-Archiven von Debian. apt-get funktioniert so nicht mehr. Ich ziehe das Paket mit wget direkt von dort runter und installiere mit dpkg -i. Danach läßt sie sich mit dd auf Diskette schreiben. Es gibt zwar zwei Fehlermeldungen, aber die Disketten-Inhalte sind nach einem mount scheinbar einwandfrei lesbar.